Short Story - # 12

Vorgabe: "Nicht mit mir mein Freund!"
von: Daniela
Genre: Thriller

 

Titel: Bestseller


Jonas drehte und wendete das kleine Paket, wurde aber nicht fündig. Kein Absendername, keine Adresse war zu entdecken. Nicht der kleinste Hinweis von wem das Paket stammen könnte. Neugierig betrachtete er es minutenlang und legte es danach ungeöffnet auf den kleinen Beistelltisch neben seinen pompösen, gemütlichen Ohrensessel. Er verbrachte in diesem Stuhl bereits sehr viele entspannte Leseabende. Schließlich konnte er sich das auch leisten. Jonas führte ein für seine Verhältnisse sehr gutes Leben, denn er hatte bereits vier Bestseller geschrieben und die Einnahmen aus den Verkäufen waren sehr gut. Er schlenderte über den mit Marmor veredelten Flur und pfiff glücklich vor sich hin. In der nicht einmal drei Monate alten Küche aktivierte er seine neue Espressomaschine und beobachtete das monoton vor sich hin blinkende Licht. Gedanklich befand er sich schon in seinem Lieblingssessel, nahm einen Schluck vom frisch gebrühten Espresso und öffnete das geheimnisvolle Paket. Er vermutete bereits was darin enthalten war. In den elitären Autorenkreisen in denen er die letzten zwei Jahre verkehrte ging ein Gerücht um, dass erfolgreiche Autoren zu geheimen Lesungen eingeladen wurden und es dort nicht nur ums Schreiben gehen würde. Im Gegenteil. Die Bestsellerromane waren nur ein kleiner Teil dieser berüchtigten Partys. In erster Linie ging es darum, Spaß zu haben. Und zwar mit willigen und vermutlich dafür bezahlten Frauen. Aber das war ihm egal. So erfolgreich er auch war, Probleme mit Frauen hatte er immer schon und das änderte sich auch nicht, als er unter dem Pseudonym Jon F. May seine Bücher veröffentlichte und dadurch an Berühmtheit und Reichtum gewann. Dadurch war zwar seine Garage voll mit teuren Autos, aber sein Bett immer noch leer. Und irgendwie wunderte ihn diese Tatsache immer wieder, denn er war der festen Überzeugung, dass alle Frauen Schlampen und sich für einen bestimmten Geldbetrag in Form von Schmuck, Designerkleidung und Schicki-Micki-Restaurants zu kaufen waren. Nie war ihm der Gedanke gekommen, dass es wohl eher daran liegen könnte, dass er seinen Mitmenschen und ganz besonders Frauen nicht die geringste Wertschätzung entgegen brachte. Als das Licht an der Maschine endlich aufhörte zu blinken, stellte er eine Tasse unter und drückte auf den Knopf.

Mit Espresso und einer Flasche Rotwein bewaffnet machte er sich wieder auf den Weg in sein Wohnzimmer, in dem bereits das Feuer im Kamin eine wohlige Wärme erzeugt hatte. Mit einem lauten Seufzer ließ er sich nieder, schlürfte einen Schluck von seinem Kaffee und nahm danach das Paket in seine großen Hände. Er öffnete es vorsichtig und zum Vorschein kam ein kleines Buch samt Briefumschlag. Mit filigraner Schrift war das Wort „Einladung“ zu lesen. «Ha! Wusste ich es doch!», rief er erfreut aus. Es konnte sich tatsächlich nur um eine Einladung zu einer dieser besonderen Lesungen handeln. Ungeduldig öffnete er den Umschlag und zog eine weiße Karte hervor. Laut las er sich selbst die Worte vor: «Einladung für Herrn Jon F. May zur Autorenlesung am Samstag, den 18. November 2017. Um 18:00 Uhr wird vor ihrem Haus eine Limousine bereit stehen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!» Er setzte ein breites Grinsen auf und bekam aufgrund seiner Vorfreude auf zügellose, willige Frauen einen riesigen Ständer. Insgeheim hoffte er, dass es nicht nur Alkohol, sondern auch eine gute Auswahl an Drogen geben würde. Jonas schloss seine Augen und malte sich gedanklich den morgigen Abend mit all seinen Facetten aus. Er nahm dabei direkt aus der Weinflasche einen großen Schluck und genoss das Gefühl der Entspannung, als der Alkohol seine Kehle hinab wanderte und sich langsam in seinen Blutkreislauf verteilte. Ihm war sehr wohl bewusst, dass er ein Problem mit Alkohol und Drogen hatte, doch er scherte sich nicht darum. Seine Familie und Freunde wendeten sich in den letzten beiden Jahren von ihm ab und nun war er alleine. Da musste er sich schließlich neue Freunde namens Alkohol und Droge zulegen. «Scheiß auf sie alle!», rief er in das riesige Wohnzimmer und prostete sich selbst zu. «Auf dich, Jonas Franz Mayer!» Er begann über seinen idiotischen Namen zu lachen und fragte sich kurz, was sich seine nuttige Mutter bei seiner Namensgebung gedacht hatte. «Nur ein Bauerntrottel hat so einen Namen. Schlampe!» Nach einem weiteren großen Schluck war die Flasche bereits halb leer, seine Wut verflog langsam und es stellte sich ein befriedigendes Gefühl bei ihm ein. Er griff nach dem Buch und las den Titel. „Nicht mit mir mein Freund!“ «Bescheuerter Titel!», meckerte er leise vor sich hin und schüttelte seinen Kopf. Er öffnete das Buch und begann zu lesen.

«Wieso hast du das getan?!», schrie sein bester Freund ihn an. Wütend ballte er seine Fäuste und hob sie hoch. Jeder Muskel war angespannt. Jederzeit bereit, ihm ins Gesicht zu schlagen. «Reg dich ab, Alter. Ist doch nur ein Buch.» Der Mann zog ein letztes Mal an seiner Zigarette und warf sie danach unachtsam auf den Asphalt. «Nur ein Buch? Nur ein verdammtes Buch?! Du hast über mich, über mein Leben geschrieben und mir damit alles genommen was ich hatte!» «Jetzt sei nicht so ein Weichei. Nun hast du deine Frau und die zwei Bälger endlich los und kannst ungestört mit deinem jungen Lover ficken!» «Mir wird leider erst jetzt bewusst, welch großes Arschloch du bist!» Sein bester Freund schrie seine Verzweiflung laut hinaus und schlug ihn mitten in sein Gesicht. In dem Moment, in dem seine Nase gebrochen wurde, überkam ihn eine gewaltige Schmerzenswelle, gefolgt von Übelkeit. «Scheiße, verdammte Scheiße!», schrie er und versuchte mit seiner Hand die Blutung zu stoppen. Die Augen seines besten Freundes verengten sich als er die Worte leise flüsterte: «Das wirst du bereuen mein Freund. Nicht mit mir.»

Überrascht hob Jonas seine Augenbrauen und kalter Schauer lief ihm über den Rücken. «Verdammt. Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor.» Er ließ das Buch sinken, starrte durch das große, von seiner Putzfrau fein säuberlich geputzte Fenster in die Ferne und dachte an Markus, seinen ehemals besten Freund. Damals war Markus noch verheiratet, hatte mit seiner Frau zwei Kinder und war ein angesehener und erfolgreicher Geschäftsführer eines großen Unternehmens. Eines Abends erzählte er Jonas im Suff, dass er sich zu Männern hingezogen fühlte und sich regelmäßig eine männliche Nutte kaufte, um seine Gelüste befriedigen zu können. Da Jonas zu dieser Zeit bereits sehr lange mit einer Schreibblockade zu kämpfen hatte, kam er auf die Idee, darüber einen Roman zu schreiben. Und siehe da. Das Sprichwort „Das Leben schreibt die besten Geschichten“ bewahrheitete sich und erschuf mit dem Schicksal seines damals besten Freundes einen Bestseller, der monatelang auf Platz Eins der bestverkauften Bücher lag. Die Tatsache, dass Markus Ehefrau dahinter kam, dass es sich um ihren Ehemann handelte und sich daraufhin von ihm scheiden ließ, er von der Firma fristlos gekündigt wurde und Jonas damit das Leben seines besten Freundes zerstörte, verdrängte er und genoss seine neue Berühmtheit. «Für Erfolg muss man eben einen gewissen Preis bezahlen.» Das war seine Antwort an Markus.

Jonas schüttelte kurz seinen Kopf um seine Gedanken zu verscheuchen und las gespannt weiter. Je weiter er im Buch las umso verwunderter war er, dass es mehrere Parallelen als nur diese eine zu seinem Leben gab. Doch immer wieder verdrängte er mithilfe seines nun allerbesten Freundes Jack Daniels den Gedanken daran und las neugierig weiter. Sein Leben zog sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Doch die Wirkung des Whiskeys tat genau das was er gehofft hatte. Seine Gefühle wurden betäubt und seine Gedanken gelähmt. Gebannt las er immer weiter. Las den Roman ohne Pause und lebte mit dem Protagonisten der Geschichte mit. Erlebte das Hochgefühl seines zweiten Erfolgsromans, in dem er das intimste Geheimnis seiner Schwester als Grundlage verwendete. Auch sie brach jeglichen Kontakt nach Erscheinen des Romans ab. Mittlerweile jobbte sie als talentfreie, miese Kellnerin in einem abgefuckten Schnellimbiss, da sie als ehemals hoch angesehene Psychotherapeutin für junge Mädchen, die an Essstörungen litten, keine Klienten mehr bekam. Jonas schrieb ungeniert über ihre Hassgefühle gegenüber kleinen, fetten Mädchen und dass sie ebenso an Bulimie erkrankt war. Sie kotzte sich regelmäßig ihre Seele aus dem Leib. Ihr waren alle Mädchen und Frauen ab Kleidergröße 32 zutiefst zuwider. Sie empfand als schick und schön, wenn die Rippen und Schlüsselbeine ohne Probleme zu sehen waren.

Eine weitere Ähnlichkeit zu seinem Leben war zu erkennen, als der Autor im Buch von seiner Mutter schrieb. Und genauso wie seine Mutter führte diese Frau ein Leben als Hure. Jahrzehnte führte sie ein Doppelleben, betrog und belog ihre Familie, indem sie aufgrund ihrer Sexsucht mit jedem Mann vögelte, der ihr zwischen die Finger kam. Zum Schluss war es bereits so schlimm, dass sie sich sogar in einschlägigen Internetforen mit offenherzigen Fotos anpries und ihre Sexgefährten in das eigene Haus einlud. Jonas dachte mit Abscheu an seine Jugend zurück und wie sehr er seine Mutter dafür hasste. Wie sehr sie ihm sein Leben damit versaut hatte. Und sein dritter Roman handelte über seine Jugend und das nuttige Leben seiner Mutter. In diesem Bestseller machte sich Jonas gar nicht mehr die Mühe die Namen der Betroffenen zu ändern. Im Gegenteil. Er schrieb es als Biographie und ihm war sehr wohl bewusst, dass er damit das Ansehen seiner gesamten Familie zerstören würde. Doch die Gier nach Ruhm und Geld und der große Hass auf seine Mutter waren stärker als sein Gewissen. Mit diesem Roman schaffte er den ganz großen Durchbruch. Deswegen schmiss er gleich drei Monate später ein weiteres Buch auf den Markt, in dem er noch auf die jahrelange Affäre seines Bruders aufmerksam machte. Jonas war bewusst, dass dieser Roman nicht annähernd so gut war wie die letzten drei, doch seine Leser rissen ihm auch diesen miesen Roman aus den Händen. Immer wieder hatte er beim Lesen des kleinen Buches von dem unbekannten Autor eine Gänsehaut bekommen, aber irgendwie fand er es auch erheiternd, dass jemand scheinbar so gut über ihn recherchiert hatte und seine Erfolgsstory niederschrieb. Langsam ließ er das Buch auf seinen Schoß sinken und hing wieder seinen Gedanken nach. Er war schon sehr gespannt darauf, den Verfasser morgen kennen zu lernen.

Jonas Nacken schmerzte als er fast dreizehn Stunden später mit einem ordentlichen Kater in seinem Ohrensessel zu sich kam. «Verdammt.», murmelte er vor sich hin. «Ich sollte aufhören, soviel Alkohol durcheinander zu trinken.» Er massierte sich kurz seinen Nacken und quälte sich vorsichtig hoch. Sein Kopf drohte jeden Moment zu explodieren. Völlig verkatert schleppte er sich in sein Badezimmer, schluckte drei Schmerztabletten und legte sich danach ins Bett. Denn schließlich musste er heute Abend fit sein.

Punkt 18 Uhr parkte die schwarze Limousine vor seinem Haus und Jonas stieg aufgeregt ein. Der Fahrer sprach kein Wort, er nickte Jonas zur Begrüßung nur zu. «Dann eben kein Smalltalk.», dachte er sich erleichtert, denn er hasste es, fremden Menschen Interesse zu heucheln. Während der Autofahrt nutzte er die Zeit, um das Buch zu Ende zu lesen und mit dem Ausgang war er so gar nicht zufrieden. Der Autor in der Geschichte wurde von den Leuten, deren Leben er vernichtet hatte, wochenlang gefangen gehalten. Er wurde an die Wand eines ungemütlichen Raumes gekettet und regelmäßig auf bestialische Art gefoltert und gequält. Musste wehrlos alles mit geknebeltem Mund über sich ergehen lassen und am Ende der Geschichte wurde er getötet, ausgeweidet, zerstückelt und die einzelnen Leichenteile wurden in einem Wald als Abendessen für die Tiere verteilt. Als Jonas das Wort ENDE las, überkam ihm ein ungutes Gefühl. Er fühlte etwas das er schon lange nicht mehr gefühlt hatte. Und zwar Angst. Eine Angst, die langsam über seinen Rücken hoch kroch und sich in seine Eingeweide bohrte.

Nach der einstündigen Autofahrt bog die Limousine in eine dunkle mit Bäumen gesäumte Auffahrt ein. Sie blieb vor einem offensichtlich verlassenen Herrenhaus stehen. Der Fahrer stieg aus, öffnete für Jonas die Autotür und meinte: «Wir sind da.» Er sah den Fahrer in die Augen und versuchte zu erkennen, ob dies vielleicht ein Hinterhalt war, denn Feinde hatte Jonas genug. Er zögerte. Der Fahrer verzog keine Miene und deute ihm mit einer ausladenden Handbewegung an, die Limousine zu verlassen. Jonas unterdrückte die Angst, schluckte hart und stieg aus. «Ich wünsche ihnen einen vergnüglichen Abend.» Mit diesen Worten verbeugte sich der Fahrer, überreichte Jonas eine Karnevalsmaske und schloss die Autotür. Fragend sah er den Fahrer an, danach die Maske und blickte dann weiter zum Haus. Als er sich wieder umdrehte, war der Fahrer bereits dabei in die Limousine einzusteigen und davon zu fahren.

«Na toll.» Ihm würde übel. Er wurde das Gefühl nicht los, dass hier etwas nicht stimmte. Doch plötzlich vernahm er leise Musik, die aus dem Haus drang. War die Party doch eine richtige Party und die Location wurde deswegen so gewählt, da es sich um eine geheime Veranstaltung handelte. Jonas fischte seinen Flachmann aus der Jackeninnentasche und trank diesen auf einen Zug leer. Danach straffte er seine Schultern, nahm all seinen Mut zusammen und bewegte sich auf das Haus zu. Als er näher kam bemerkte er, dass der Eingangsbereich mit einem roten Teppich ausgelegt und mit hunderten von Kerzen beleuchtet wurde. Die Musik war nun deutlicher zu vernehmen und vermischte sich mit lautem Gelächter. Nun konnte Jonas entspannen und machte sich gedanklich selbst über sich lustig. Wie konnte er nur so bescheuert sein und denken, dass er in einen Hinterhalt geraten war. Es war eine elitäre Party mit Alkohol, Drogen und willigen Frauen. Nicht mehr und nicht weniger. Die Vorfreude machte sich wieder in ihm breit und war auch zwischen seinen Beinen zu bemerken. Aufgeregt klopfte er an die schwere Tür.

Eine schlanke, leicht bekleidete blonde Frau öffnete ihm. Sie trug eine Maske, sodass ihr Gesicht nicht zu erkennen war. «Herzlich Willkommen, Herr May!», hauchte sie ihm mit einer aufreizenden Stimme entgegen. «Bitte setzen sie ihre Maske auf. So kann jeder anonym bleiben.» «Okay.», antwortete er mit einem Grinsen, zog seine Jacke aus und die Maske an. Er wurde von der Frau in einen großen Speisesaal geführt, in dem bereits etwa zwanzig Menschen anwesend und für jede Schandtat bereit waren. Leicht erregt nahm er die Blicke der Anwesenden wahr und mischte sich zögernd unter die kleine Menschengruppe. Alle Augenpaare waren auf ihn gerichtet. Ab und zu streiften weibliche Hände die seinen. Er erhaschte tiefe Einblicke und fühlte sich wie im siebenten Himmel. Nach oberflächlicher Plauderei wurden alle Gäste zu Tisch gebeten und das Abendessen aufgetragen. Es schmeckte Jonas vorzüglich. Er trank, soviel er nur konnte und flirtete mit den anderen Gästen. Nach dem Essen begaben sich alle in den Salon und machten es sich mit Whiskey gemütlich. Jonas nahm ein ihm angebotenes volles Glas an und trank einen großen Schluck davon. Danach konnte er sich an nichts mehr erinnern. Er versuchte angestrengt dahinter zu kommen, was hier geschehen war. Warum er in diesem dunklen Raum saß und seine Hände an die feuchte, modrig riechende Wand gekettet waren. Die Angst stieg so rasch in ihm hoch, dass er nicht mehr klar denken, sondern nur mehr laut schreien konnte. Er dachte an das Buch. Er dachte daran, was dem Autor darin angetan wurde. Er dachte an die anderen Menschen, die Spaß daran hatten, ihn zu foltern. Ihn bei vollem Bewusstsein Stück für Stück zu häuten. Die Übelkeit überkam ihn mit voller Wucht und er erbrach.

«Da ist ja mein Lieblingssohn!», flötete eine ihm bekannte Stimme. Der Raum wurde mit einem Mal erleuchtet und vor ihm stand seine Mutter. Sie lächelte ihn an und hielt ein Messer in ihrer Hand. Rechts von ihr stand sein Vater, dahinter seine Geschwister und sein ehemals bester Freund. Alle sahen ihn an und lächelten, während aus ihren Augen der pure Hass drang.

Drei Tage später sperrte Maria wie jeden Dienstag die Haustüre auf, legte die Post für Jonas auf den kleinen Beistelltisch neben den Ohrensessel und begann ihre Arbeit zu verrichten. Sie öffnete die Fenster und ging in die Küche. Ein Windstoß fuhr durchs Wohnzimmer und die Tageszeitung, die ganz oben auf dem Stapel lag, fiel zu Boden. In großen Lettern stand auf der Titelseite eine Schlagzeile, die Maria wahrscheinlich interessiert hätte. Doch sie pfiff währenddessen in der Küche ein fröhliches Lied und war gerade sehr froh, dass ihr Arbeitgeber heute nicht zuhause war.

Bestsellerautor Jon F. May seit Samstag spurlos verschwunden! Familie ist in großer Sorge!